Veranstaltungen

Eröffnungstag

Freier Eintritt in die Ausstellung. Um Buchung eines Zeitfenstertickets wird gebeten.

15.9., 11–24 Uhr, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten

Künstlerinnengespräch zum Thema Farbe und Raum mit Katharina Grosse und Louisa Hutton (Moderation: Anke Hervol)

30.9., 19 Uhr, online

Peter Ablinger und Brandon LaBelle – Konzert und Künstlergespräch

Der Komponist Peter Ablinger nimmt mit einem Stück für Roman Opałka aus dem Zyklus Voices and Piano Bezug auf die Ausstellung „NOTHINGTOSEENESS“. Stimme und Klang sind bei Opalka stets Teil seines Werkprozesses und interagieren mit dem Klavier. Um Realität und Wahrnehmung geht es auch bei dem Philosophen und Komponisten Brandon LaBelle, der mit The Invisible Seminar Strategien der Unsichtbarkeit untersucht; nach Pflichten und Befugnissen des Scheins fragt. Kann Unsichtbarkeit diskursive, kreative Taktik sein? Diese Fragen vertiefen beide im Gespräch.

Roman Opałka, Opałka 1965/1–∞; Détail 5 603 154–5 607 249, undatiert (Foto: © Baschang & Herrmann, München. Courtesy Sammlung Lenz Schönberg, Österreich/VG Bild-Kunst, Bonn 2021)

Begrüßung: Anke Hervol
Pianist: Nicolas Hodges
Lecture-Performance: Brandon LaBelle, The Destituent
Künstlergespräch, Moderation: Julia Gerlach

In deutscher und englischer Sprache

7.10., 19 Uhr, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten

Künstlerinnengespräch in der Ausstellung mit Ulrike Draesner und Karin Sander (Moderation: Anke Hervol)

28.10., 19 Uhr, online

Cesc Gelabert tanzt ein Solo von Gerhard Bohner

© Norbert Stück

Gerhard Bohners (1936–1992) Tanzsolo Schwarz Weiß Zeigen, uraufgeführt 1983 im Studio am Hanseatenweg, ist ein künstlerischer Versuch über das Wesen und die Grenzen des Tänzers im Raum, ein systematisches Erforschen der Gesetze von Körper und Bühne. In Auseinandersetzung mit dem Raum des Bühnenbildners Axel Manthey (1945–1995) entwarf Bohner eine Choreografie, in der der Dialog zwischen Choreograf und Tänzer durch das Zeigen von Bewegungen und die Beziehung zwischen Tänzer und fünf Objekten abstrahiert wird. Der katalanische Tänzer Cesc Gelabert hat Bohners Soloarbeiten über Jahrzehnte rekonstruiert, zuletzt im Bauhausjahr 2019 die Bauhaustänze. Als eine performative Referenz an ihre aktuelle Ausstellung „Nothingtoseeness – Leere /Weiß/Stille“ zeigt die Akademie der Künste im Rahmen der Herbstmitgliederversammlung erstmals seit 2010 wieder Schwarz Weiß Zeigen in seiner Adaption.

13.11., 20 Uhr, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten

Literatur und NOTHINGTOSEENESS – Lesung und Gespräch

Literarische Arbeiten sind schon in der Ausstellung „NOTHINGTOSEENESS – Leere/Weiß/Stille“ in Form von kommentierenden Postkarten, Kunstwerken und Installation vertreten. Doch das Nichts, die Leere, die Farbe Weiß und die Stille sind in der Literatur selbst wohlbekannte Topoi. Cécile Wajsbrot, Lothar Trolle, Ulrike Draesner, Michael Krüger und Timm Ulrichs werden eigene Arbeiten oder Texte aus der Literaturgeschichte zu den Themen lesen und moderiert von Robert Kudielka darüber sprechen.Literarische Arbeiten sind schon in der Ausstellung „NOTHINGTOSEENESS – Leere/Weiß/Stille“ in Form von kommentierenden Postkarten, Kunstwerken und Installation vertreten. Doch das Nichts, die Leere, die Farbe Weiß und die Stille sind in der Literatur selbst wohlbekannte Topoi. Cécile Wajsbrot, Lothar Trolle, Ulrike Draesner, Michael Krüger und Timm Ulrichs werden eigene Arbeiten oder Texte aus der Literaturgeschichte zu den Themen lesen und moderiert von Robert Kudielka darüber sprechen.

Alfonso Hüppi, ohne Titel, 1958 (Foto: Courtesy VAN HAM Art Estate, Alfonso Hüppi © VG Bild-Kunst, Bonn, 2021)

25.11., 19 Uhr, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten

Alles oder Nichts – Filmprogramm und Künstlergespräch

„Man kann die Prinzipien der Malerei nicht auf ein Medium anwenden, das nicht Malerei ist“ (Paul Sharits). Der Film hat seine eigenen Gesetze, aber zeitgleich mit den anderen Künsten nahm er um 1960 jene „Nullpunkte“ in den Blick, bei denen es nicht um Nichts, sondern ums Ganze ging. Das dreiteilige Filmprogramm, kuratiert von Alexander Horwath und Regina Schlagnitweit, enthält Werke aus der Zeit von 1958 bis 2021 – von Stephanie Barber, Yves-André Delubac, Hollis Frampton, Jorge Lorenzo, Ernst Schmidt jr., Aldo Tambellini, Joyce Wieland u. v. a. Und es bietet einen raren Einblick in Gregory Markopoulos’ filmisches Lebenswerk ENIAIOS (1947–91), vorgestellt vom Filmkünstler Robert Beavers.

Robert Beavers, Nina Zabicka, Silva das Fadas und James Edmonds bei der Rekonstruktion des 16mm-Originalmaterials von Gregory Markopoulos’ Film ENIAIOS (Foto: Petra Graf, Berlin/Courtesy: Temenos Archive)
 

Ab 17 Uhr Filmprogramm kuratiert von Alexander Horwath und Regina Schlagnitweit
Filmvorführung ENIAIOS (Ausschnitte); Regie: Gregory Markopoulos
Alexander Horwath und Regina Schlagnitweit im Gespräch mit Robert Beavers (in deutscher und englischer Sprache)

4.12., ab 17 Uhr, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten

Programm

Teil 1 (17 Uhr)

Jorge Lorenzo 1/48’’ (2008) 35mm, Farbe, Ton, ca. 1 min
Viktoria Schmid A Proposal to project (2016) 16mm, Farbe, Ton, 2 min
Peter Kubelka Arnulf Rainer (1958-60) 35mm, s/w, Ton, 7 min
Stan Brakhage Mothlight (1963) 16mm, Farbe, stumm, 4 min
Ernst Schmidt jr. Weiß (1968) 16mm, s/w, stumm, 1 min 20 sec
Aldo Tambellini Black Trip (1966) 16mm, s/w, Ton, 4 min
Ernst Schmidt jr. Filmreste (1965-67) 16mm, s/w, Ton, 10 min
Aldo Tambellini Black Trip 2 (1967) 16mm, s/w, Ton, 3 min
Joyce Wieland Handtinting (1967/68) 16mm, s/w & eingefärbt, stumm, 6 min
Paul Sharits T,O,U,C,H,I,N,G (1968) 16mm, Farbe, Ton, 12 min
Erhalten von Anthology Film Archives

Teil 2 (18.30 Uhr)

Morgan Fisher Projection Instructions (1976) 16mm, s/w, Ton, 4 min
Hollis Frampton Surface Tension (1968) 16mm, Farbe, Ton, 9 min
Yves-André Delubac Le Chant des signes (Gesang der Zeichen) (1972) 16mm/Digital, s/w, Ton, 17 min
Gustav Deutsch Film ist mehr als Film (1996) 35mm, Farbe, Ton, 1 min
Stephanie Barber Another Horizon (2021) 16mm/Digital, Farbe, Ton, 9 min
Jorge Lorenzo On the Road by Jack Kerouac (2013) 35mm, s/w, stumm, 14 min

Teil 3 (20 Uhr)

Gespräch mit Robert Beavers, Filmkünstler und Mitbegründer des Temenos Archive, das unter anderem an der Restaurierung und Sicherung der 22 Zyklen von ENIAIOS arbeitet (in englischer Sprache)

Gregory Markopoulos Bliss (1967) 16mm, Farbe, Ton, 6min
Gregory Markopoulos ENIAIOS (1947-91) 16mm, Farbe, stumm. Gesamtlänge: 80 Stunden 
Ausschnitt: 2 Rollen, ca. 50 min [Langversion von Bliss und Porträt Alberto Moravia]

Die Ausstellung ist am 4.12. bis 24 Uhr geöffnet

Ausführliches Programm als PDF zum Download

Finissage: Sound Effects – mit Crys Cole, Arnold Dreyblatt, Philipp Sollmann

Im Mittelpunkt des Abendprogramms stehen drei Komponisten/Klangkünstler, die sowohl in Berlin als auch international tätig sind und deren musikalische Aktivitäten zum ersten Mal in der Akademie der Künste präsentiert werden. Als konzeptionelle Antwort auf das Ausstellungsthema "nothing-to-see-ness" verbinden die Live-Performer elektronische, akustische, haptische und wahrnehmungsbezogene Audioprozesse. Der Abend ist erfüllt von erforschenden Klangvorstellungen, die auf die unterschiedlichen musikalischen Biografien verweisen.

11.12., 19 Uhr, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten